„Eifach nome schön“

Aargauer Kantonalturnfest Freiamt 2017 – Eifach nome schön

Nach einem fulminanten Start am vergangenen Wochenende, ging das KTF17 in die zweite Runde. Wiederum perfektes Festwetter sorgte auch bei den Vereinswettkämpfen der Aktiven für tolle Wettkampfbedingungen sowie einen Besucheraufmarsch, der am Samstag selbst die kühnsten Erwartungen übertraf. Als Turnfestsieger im dreiteiligen Vereinswettkampf der Aktiven in der ersten Stärkeklasse ging der STV Wettingen vom Platz, der das Rennen vor dem STV Beinwil Freiamt und dem TV Wohlen für sich entschied.

Dies ist eines der besten und grössten Feste, welches Muri je erlebt hat. Diese grossen Worte liess sich der Murianer Gemeindepräsident Hanspeter Budmiger bereits anlässlich der Turnveteranenlandsgemeinde vom letzten Sonntag entlocken. Angesteckt von so viel Enthusiasmus und Festfreude, liess er es sich dann nicht nehmen, am Samstag gleich selbst in die Hosen zu steigen und eine auf Grund der hohen Besucherzahlen kurzfristig zusätzlich hergerichtete Festbeiz zu betreiben.

Das Organisationskomitee hatte nach einem erfolgreichen ersten Wochenende verschiedene Massnahmen getroffen, damit die Festivitäten auch am zweiten Wochenende reibungslos von statten gehen konnten. So wurden auf der Bunzbrücke zusätzliche Duschen eingerichtet, ein Dutzend Zelte wurden als Schattenspender aufgestellt und auch in der Gastronomie wurden die Kapazitäten erweitert. Für Fredy Klausner vom Präsidium haben sich diese Massnahmen ausbezahlt, auch wenn sie mit einem Zusatzaufwand verbunden waren. Am Samstagabend waren gemäss Schätzung des OK rund 12‘000 bis 15‘000 Personen auf dem Festgelände und sorgten für ausgelassene Stimmung bis in die Morgenstunden. Das Siegerkafi hatte denn vom Samstag auf den Sonntag 24 Stunden geöffnet und erfreute sich grosser Beliebtheit. Obwohl sehr viele Leute auf Platz waren, verlief das Fest sehr friedlich und es gab keine nennenswerten Sicherheitsprobleme.

Sportlich gesehen setzte bei den Vereinswettkämpfen der Aktiven der Turnverein Wettingen das Glanzlicht. Mit eindrücklichen Vorführungen an den Schaukelringen, dem Sprung und am Boden sicherte sich der Verein den Turnfestsieg in der ersten Stärkeklasse. Wie nah Freud und Leid im Sport beisammen liegen, zeigte sich hier einmal mehr.Leider verletzte sich eine Athletin aus Wettingen bei der Landung am Knie und sorgte so nebst dem Turnfestsieg auch für eine der wenigen Verletzungen an diesem Wochenende. Aus Freiämter Sicht konnten die Turnvereine Beinwil und Wohlen überzeugen. Mit dem zweiten Platz von Beinwil und dem dritten Platz von Wohlen, ergab sich aus Freiämter Sicht ein eindrückliches Podest. Beide Vereine schienen vom heimischen Publikum geradezu beflügelt und nutzten den Heimvorteil perfekt aus.

Insgesamt standen bei den Vereinswettkämpfen der Aktiven rund 6000 Turnende im Einsatz. Nebst den Aktiven waren auch immer sehr viele Leute aus der Bevölkerung auf dem Platz und sorgten so für einen wohl einmaligen Zuschauermix aus Turnern und Nichtturnern. Josi Winiger, teil des dreiköpfigen Präsidiums zeigte sich denn auch hoch erfreut über diese bunte Mischung und dankte anlässlich seiner Schlussrede der ganzen Bevölkerung für diesen tollen Support. Sein Dank richtete sich aber auch an die Anwohner, die Gemeindebehörden, das OK, die Turnenden sowie alle die zu diesem einmaligen Erlebnis beigetragen haben. Diesem Dank schloss sich auch der Präsident des Aargauer Turnverbandes Jörg Sennrich an. Der Aargauer Landstatthalter Alex Hürzeler, selber aktiver Turner, war ebenfalls begeistert vom KTF17. Er selbst war nicht weniger als vier Mal live vor Ort und sammelte nach eigenen Angaben viele Eindrücke und Ideen für das Eidgenössische Turnfest 2019 in Aarau, welches er als OK-Präsident leitet.

Die Schlussfeier wurde durch verschiedene turnerische Leckerbissen begleitet und selbst ein Heiratsantrag durfte nicht fehlen. Der ehemalige Murianer Oberturner Matthias Heggli bat vor vollen Rängen um die Hand seiner Freundin Janine Zeier, welche den Antrag selbstverständlich annahm. Nach einem eindrücklichen Fahnenlauf durch das Stadion bildete die Grossgruppenvorführung unter der Leitung von Remo Murer den Schlusspunkt. Dabei boten 128 Frauen im Alter zwischen 11 und 80 Jahren ein eindrückliches Farbenspiel und liessen zum Schluss hunderte Ballone in den KTF-Farben in den Himmel steigen.

Weitere Informationen sowie alle Ranglisten gibt es auch auf der Website ktf17.ch oder in der eigens entwickelten KTF17 App, welche kostenlos im App Store bzw. Google Play Store auf das Smartphone heruntergeladen werden kann.


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